Forum demokratischer Sozialismus
24.01.2010

Zur Entscheidung Oskar Lafontaines

Die Sprecherinnen des Forum demokratischer Sozialismus Inga Nitz und Caren Lay und der der Sprecher Stefan Liebich erklären anlässlich der Entscheidung Oskar Lafontaines nicht erneut als Parteivorsitzender zu kandidieren und sein Bundestagsmandat niederzuglegen:

Wir bedauern die Entscheidung Oskar Lafontaines, respektieren sie selbstverständlich und danken ihm für die Arbeit in den letzten Jahren. Ohne ihn würde es DIE LINKE nicht geben. Er hat einen wesentlichen Anteil an den Wahlerfolgen der letzten Jahre. Wir wünschen Oskar Lafontaine die bestmögliche Genesung und freuen uns, dass er sich auch zukünftig kraftvoll für DIE LINKE einsetzten wird.

Durch seine Entscheidung, aber auch die von Lothar Bisky, nicht wieder für den Parteivorsitz zu kandidieren und die Tatsache, dass Dietmar Bartsch nicht mehr der Bundesgeschäftsführer sein wird, ist eine personelle Lücke in der Führung unserer Partei zu füllen. Dies ist eine Herausforderung für DIE LINKE, die der
Anstrengung aller bedarf. DIE LINKE war dann erfolgreich, wenn sie breit aufgestellt war, aber gemeinsam agierte. Die Spitze der Partei und Fraktion, die Landesverbände in Ost, West, Nord und Süd und die Strömungen und Zusammenschlüsse sollten daran mitwirken, dass die inhaltlichen und personellen Entscheidungen auf dem kommenden Parteitag die Breite der Partei abbilden und sich gleichzeitig ein neues, stabiles Zentrum herausbildet.

Um im Interesse unserer Wählerinnen und Wähler die Politik in unserem Land verändern zu können, brauchen wir eine stabile LINKE, mit deren Programm und Personen sich die breite Mehrheit der Mitglieder identifiziert. Das Forum demokratischer Sozialismus ist dazu bereit, an dem hierfür notwendigen konstruktiven Dialog mitzuwirken.




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